Kommende Ausstellungen

Informieren Sie sich hier, welche Ausstellungen demnächst von der Staatlichen Graphischen Sammlung München in der Pinakothek der Moderne gezeigt werden.

Hermann Glöckner, Rot über Schwarz und Blau, 1932 Doppelseitige Tafel 498 x 350 mm Seite A: Collage, Papier, Pappkörper 2017 erworben mit Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung, München

HERMANN GLÖCKNER – Ein Meister der Moderne

24.10.2019–19.01.2020

Zweifellos zählt Hermann Glöckner (1889 Dresden–1987 Westberlin) heute zu den Ausnahmekünstlern unter den Avantgardisten der deutschen klassischen Moderne. Trotz widriger politischer Umstände in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur und des darauf folgenden DDR-Regimes in Ostdeutschland hat er als ‚Nonkonformer‘ in Dresden über Jahrzehnte hinweg in Abgeschiedenheit kontinuierlich ein herausragendes künstlerisches Werk geschaffen, das es noch immer zu entdecken gilt. Lange Zeit faszinierten Glöckners Arbeiten zuvorderst Künstler. Hermann Glöckner eilt bis heute der noble Ruf eines ‚Artist’s Artist‘ voraus. Zugleich stand er von der Kunstgeschichte nahezu unbeachtet im Schatten der etablierten Meister der klassischen Moderne. Erst in den letzten Jahren wurde sein singulärer künstlerischer Beitrag über Grenzen hinweg in größere kunsthistorische Zusammenhänge gestellt und als Neuentdeckung auch einem internationalen Publikum vorgestellt. In der Münchner Ausstellung Hermann Glöckner – Ein Meister der Moderne begegnen sich in einer Zusammenschau Beispiele seines frühen Tafelwerks aus der Zeit von 1930 bis 1935 und eine Gruppe seiner Modelli der 1960er- und 1970er-Jahre, die als Entwürfe zu geplanten großformatigen skulpturalen Faltungen verstanden werden können. Erstmals werden diese zentralen Werkgruppen seines abstrakt-konstruktiven Œuvres einer konzentrierten kunsthistorischen Betrachtung unterzogen.

IM BLICK: Der Himmel auf Erden. Zeichnungen zu italienischen Wand- und Deckengemälden

24.01.–09.02.2020

Wand- und Deckengemälde hatten in Spätrenaissance und Barock Hochkonjunktur. Dabei erfüllten Zeichnungen die verschiedensten Funktionen. Viele Blätter entstanden vor der Fertigstellung des großen Wurfs und gehören zum Werkprozess, andere wurden nach den vollendeten Bildern ausgeführt. Die gezeigten Werke reichen von ersten Ideenskizzen zu Wand- und Deckenfresken über Studien zu Figuren und akkurat ausgearbeiteten Teilentwürfen bis hin zu kompletten Kompositionszeichnungen. Viele Darstellungen – etwa in Form von Pendentifs oder Lünetten – bilden den Bezug der geplanten Malereien zur Architektur mit ab. Sie ist unter den Künsten dieser Zeit die Ordnungsmacht, der sich die Werke von Skulptur, Malerei und Ornament einfügen.

 

 

Max Klinger, Mord, 1915, Opus XIV, Zelt, Blatt 39, Radierung, Plattenmaß 230x180 mm

Max Klinger. Zelt und andere Zyklen

13.02.–10.05.2020

Max Klinger (1857–1920) war nicht nur ein Allround-Künstler, der zeichnete, malte und Skulpturen schuf, er zählt zu den bedeutendsten Graphikern seiner Zeit. Gerade mit seiner Druckgraphik ist er ein Wegbereiter der Moderne. Seine Radierungszyklen prägten in ihrer radikal neuen Erzählweise und Bildkomposition Generationen von jüngeren Künstlern und können bis heute faszinieren.
Aus Anlass der 100. Wiederkehr seines Todestages (4. Juli 1920) zeigt die Staatliche Graphische Sammlung München seinen selten ausgestellten, größten und letzten Zyklus „Zelt“ erstmals. Es handelt sich um ein Exemplar der Vorzugsausgabe, das eine Reihe von Probeabzügen und Drucke von Platten, die nicht in den Zyklus aufgenommen wurden, enthält. Einleitend zeigt die Ausstellung eine Dokumentation zum Münchner Bestand – einer der bedeutendsten außerhalb von Leipzig, der Heimatstadt Klingers – sowie eine Reihe seiner berühmtesten Zyklen.