Israhel van Meckenem (um 1440/45–1503), Brustbild eines Orientalen, um 1480/90, Kupferstich, von Hartmann Schedel Lippen rot bemalt und Rubrizierung in derselben Farbe, Blattmaß: 214 x 135 mm, Plattenmaß: 209 x 132 mm, Inv.-Nr. 98045 D
Leender van der Cooghen (1610?–1681), Kopf eines jugendlichen Mannes, um 1660, Schwarze Kreide, 343 x 252 cm, Inv.-Nr. 1910:7 Z
Hans Burgkmair d.Ä. (1473–1531),Das Haupt des dornengekrönten Christus, um 1511, Rötel, 205 x 165 mm, Inv.-Nr. 1996:11 Z
Rabindranath Tagore (1861–1941), Kopf, Aquarell, Deckfarben, 538 x 376 mm Inv.-Nr. 13578
Wolf Huber (um 1490–1553), Männerkopf im Profil nach links, 1522, Kohle und weiße Kreide auf ziegelrot getöntem Papier, 249 x 167 mm, Inv.-Nr. 12889 Z
Thomas Theodor Heine (1867–1948) Olaf Gulbransson, 1904, Bleistift, Feder in Schwarz, 211 x 156 mm, Inv.-Nr. Simpl 1130
Fra Bartolomeo (1475–1517)Selbstportrait, 1508/17, Schwarzer Stift, weiß gehöht, auf beige getöntem Papier, 381 x 266 mm, Inv.-Nr. 2167 Z
Marie Ellenrieder (1791–1863), Mädchenporträt, undatiert, Bleistift und Kreide auf hellbraunem Papier, 297 x 226 mm, Inv.-Nr. 21001 Z

Marie Ellenrieder

Mädchenporträt

Marie Ellenrieder zählt zu den wenigen Frauen, die in ihrer Zeit Malerei studieren durften und den Beruf sogar erfolgreich ausüben konnten. Sie war auf Portraits und religiöse Bilder spezialisiert. Wen sie hier darstellte, ist nicht überliefert. Aber der in die Ferne und doch zugleich melancholisch nach Innen gerichtete Blick gibt der Dargestellten eine geheimnisvolle Individualität. So wirkt das junge Mädchen gar nicht wie aus einem fernen Jahrhundert, sondern uns sehr nahe.

Hans von Marées (1837–1887) Selbstbildnis, 1883, Rötel, 573 x 433 mm, Inv.-Nr. 1982:52 Z

Hans von Marées

Selbstbildnis

Der Maler Hans von Marées, für den die Zeichnung ein unerlässlicher Teil seiner Kunst war, stellt sich hier als ein Herr und nicht als Maler bei der Arbeit dar. Gerne verwendete er den Rötelstift, eine natürliche Kreide, die einen weichen, sehr malerisch wirkenden Abrieb auf dem Papier erzeugt. Die Zeichnung bereitet eine Gemälde vor, das er im gleichen Jahr ausführte.

Jacob Matham (1571–1631), Federkunststück mit Studienköpfen, 1604, Schwarzer Stift, Feder in Braun, hellbraun laviert, 351 x 463 mm, Inv.-Nr. 21128 Z
Jacopo Robusti, gen. Tintoretto (1518–1594), Kopf des sogenannten Vitellius, Schwarzer Stift, weiß gehöht, Hintergrund grünlich aquarelliert, auf blauem Papier, 282 x 230 mm, 2982 Z
Martin Schongauer (1435/50–1491), Werkstatt, Brustbild einer Orientalin mit Turban, Feder in Schwarz, 5620 Z
Edouard Manet (1832–1883), Weiblicher Studienkopf, um 1880, Pinsel in Schwarz, 197 x 118 mm, Inv.-Nr. 44470 Z

Edouard Manet

Weiblicher Studienkopf

Edouard Manet, einer der Begründer des französischen Impressionismus, skizzierte hier eine elegante junge Dame scheinbar im Vorübergehen. Das großstädtische Leben in Paris und seine flüchtigen Momente wurde durch Künstler wie Manet zum Gegenstand der Kunst. Die Pinselzeichnung erlaubte es ihm, ein Hell-Dunkel anzulegen, das eine malerische Wirkung vermittelt.

Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938), Frauenkopf, um 1913, Bleistift, 400 x 286 mm, 1978:2 Z

Ernst Ludwig Kirchner

Frauenkopf

Kirchner hatte bereits jahrelang das schnelle Skizzieren geübt, als er dieses Portrait mit impulsiven Schraffuren ebenso vehement wie sicher aufs Papier setzte. In der Vereinfachung der Konturlinien und Schraffuren wie auch in der Geschwindigkeit des Notierens ist das Blatt ein typisches Beispiel für den deutschen Expressionismus.

Albrecht Dürer (1471–1528), Bildnis des Kaspar Nützel, 1517, Kohle, berieben, von späterer Hand mit Kreide überarbeitet, 334 x 276 mm, Inv.-Nr. 13 Z
Niederländisch/Flämisch (2. Hälfte 15. Jahrhundert), Kopf eines älteren Mannes, Silberstift auf präpariertem Papier, 134 x 106 mm, Inv.-Nr. 47 Z
Carl Philipp Fohr (1795–1818), Mädchenkopf, um 1817, Bleistift, 198 x 244 mm, Inv.-Nr. 1932:19 Z

Carl Philipp Fohr

Mädchenkopf

Fohr zählte zu den deutschen Künstlern, die am Beginn ihrer Laufbahn nach Rom reisten. Er schloss sich dem Freundeskreis der so genannten Nazarener an. Obwohl er ganz jung und tragisch verstarb, er ertrank beim Schwimmen im Tiber, hinterließ er ein reiches zeichnerisches Werk, das sich in den sorgfältiger durchgearbeiteten Blättern durch einen sachlich-präzisen Strich auszeichnet. Hier studierte er mit spitzestem Bleistift eine junge Römerin, deren Haartracht und Kopfputz ihn ebenso faszinierten wie die ebenmäßig schönen Züge, deren Name jedoch nicht überliefert ist.

Johann Friedrich Overbeck (1789–1869), Vittoria Caldoni, 1820/21, Schwarze und weiße Kreide, 251 x 231 mm, Inv.-Nr. 1960:11 Z

Johann Friedrich Overbeck

Vittoria Caldoni

Vittoria Caldoni, eine Bauerstochter aus der Gegend von Rom, war ein beliebtes Modell im Kreise der jungen deutschen Künstler, die in den 1810er und 1820er Jahren nach Italien kamen, um die Kunst der Renaissance zu studieren. Overbeck verwendete ihre Gestalt nicht nur in einer Reihe seiner religiösen Bilder, er widmet ihr auch ein Portraitgemälde, das König Ludwig I. von Bayern erwarb und das sich heute in der Neuen Pinakothek in München befindet.