Kommende Ausstellungen

Informieren Sie sich hier, welche Ausstellungen demnächst von der Staatlichen Graphischen Sammlung München in der Pinakothek der Moderne gezeigt werden.

An der Presse in der Studienwerkstatt, Lithographie der Akademie der Bildenden Künste München

IM BLICK: BOXENSTOP II – DRUCK MACHEN

15.05. – 01.06.2020

Mit BOXENSTOP II – DRUCK MACHEN realisiert die Staatliche Graphische Sammlung München in Kooperation mit der Akademie der Bildenden Künste München zum zweiten Mal ein Ausstellungsprojekt mit Studierenden der Akademie. Im Fokus steht diesmal die Lithographie – eine klassische Drucktechnik, welche die jungen Künstler in ihren Werken bis an die Grenzen neu ausloten werden. Das Projekt wird exklusiv für den Vitrinengang der Pinakothek der Moderne konzipiert. Getragen wird das ambitionierte Vorhaben von der gemeinsamen Überzeugung, dass man in einem Haus, das sich der Gegenwartskunst verschrieben hat, selbstverständlich den jungen Kreativen in der Stadt von Zeit zu Zeit über die Schulter schauen will, um hautnah zu erleben, welche künstlerischen Fragen die Talente von morgen bewegen.

K. H. Hödicke, Schneemann/Schornsteinfeger, 1990/91 Mischtechnik auf Papier

K. H. HÖDICKE. AVANTGARDE

18.06. – 13.09.2020

Zweifellos ist der Maler K. H. Hödicke (*1938 Nürnberg) neben seinen Künstlerfreunden Georg Baselitz und Markus Lüpertz eine Schlüsselfigur einer neuen figurativen Malerei der deutschen Nachkriegsmoderne. Wie andere Künstler seiner Generation auch, setzt er sich Mitte der 1960er-Jahre mit seiner figurativen Malerei abrupt von dem in Konventionen erstarrten deutschen Informel ab.

Seine plakativen Großstadtsujets, die einhergehen mit dem ihm eigenen malerisch-furiosen Gestus und einer grellen Expressivität der Farben machen ihn zu dem Berliner Großstadtchronisten der Roaring 80ies. Seit jüngster Zeit wird die Qualität seiner direkten, kommentarlosen und unbefangenen Malerei wiederentdeckt. 

Die retrospektive Ausstellung K. H. HÖDICKE. AVANTGARDE gibt einen umfassenden Überblick über seine wichtigsten Werkphasen seit den frühen 1960-er Jahren. Sie blättert sämtliche Themen von Hödickes Bilderwelt auf und präsentiert ihn als homo universalis einer modernen schnelllebigen visuellen Bildkultur, bei der im Sinne von Charles Baudelaire neben der Flüchtigkeit auch immer etwas Überzeitliches mitschwingt. Hödicke hat, gleichwohl er heute als Klassiker betrachtet werden muss, nichts von seiner Joie de Vivre verloren und darf in der Münchner Ausstellung als Wiederentdeckung gefeiert werden.