Israhel van Meckenem, Brustbild eines Orientalen, um 1480/90, Kupferstich, von Hartmann Schedel Lippen rot bemalt und Rubrizierung in derselben Farbe, 214 x 135 mm
Leender van der Cooghen, Kopf eines jugendlichen Mannes, um 1660, Schwarze Kreide, 343 x 252 mm
Hans Burgkmair d.Ä., Das Haupt des dornengekrönten Christus, um 1511, Rötel, 205 x 165 mm
Rabindranath Tagore, Kopf, Aquarell und Deckfarben, 538 x 376 mm
Wolf Huber, Männerkopf im Profil nach links, 1522, Kohle und weiße Kreide, 249 x 167 mm
Thomas Theodor Heine, Olaf Gulbransson, 1904, Bleistift und Feder in Schwarz, 211 x 156 mm
Fra Bartolomeo, Selbstportrait, 1508/17, Schwarzer Stift, 381 x 266 mm
Marie Ellenrieder, Mädchenporträt, undatiert, Bleistift und Kreide, 297 x 226 mm

Marie Ellenrieder

Mädchenporträt

Marie Ellenrieder zählt zu den wenigen Frauen, die in ihrer Zeit Malerei studieren durften und den Beruf sogar erfolgreich ausüben konnten. Sie war auf Portraits und religiöse Bilder spezialisiert. Wen sie hier darstellte, ist nicht überliefert. Aber der in die Ferne und doch zugleich melancholisch nach Innen gerichtete Blick gibt der Dargestellten eine geheimnisvolle Individualität. So wirkt das junge Mädchen gar nicht wie aus einem fernen Jahrhundert, sondern uns sehr nahe.

Hans von Marées, Selbstbildnis, 1883, Rötel, 573 x 433 mm

Hans von Marées

Selbstbildnis

Der Maler Hans von Marées, für den die Zeichnung ein unerlässlicher Teil seiner Kunst war, stellt sich hier als ein Herr und nicht als Maler bei der Arbeit dar. Gerne verwendete er den Rötelstift, eine natürliche Kreide, die einen weichen, sehr malerisch wirkenden Abrieb auf dem Papier erzeugt. Die Zeichnung bereitet eine Gemälde vor, das er im gleichen Jahr ausführte.

Jacob Matham, Federkunststück mit Studienköpfen, 1604, Schwarzer Stift und Feder in Braun, 351 x 463 mm
Jacopo Robusti, gen. Tintoretto, Kopf des sogenannten Vitellius, Schwarzer Stift, 282 x 230 mm
Martin Schongauer, Werkstatt (?), Brustbild einer Orientalin mit Turban, Feder in Schwarz, 142 x 97 mm
Edouard Manet, Weiblicher Studienkopf, um 1880, Pinsel in Schwarz, 197 x 118 mm

Edouard Manet

Weiblicher Studienkopf

Edouard Manet, einer der Begründer des französischen Impressionismus, skizzierte hier eine elegante junge Dame scheinbar im Vorübergehen. Das großstädtische Leben in Paris und seine flüchtigen Momente wurde durch Künstler wie Manet zum Gegenstand der Kunst. Die Pinselzeichnung erlaubte es ihm, ein Hell-Dunkel anzulegen, das eine malerische Wirkung vermittelt.

Ernst Ludwig Kirchner, Frauenkopf, um 1913, Bleistift, 400 x 286 mm

Ernst Ludwig Kirchner

Frauenkopf

Kirchner hatte bereits jahrelang das schnelle Skizzieren geübt, als er dieses Portrait mit impulsiven Schraffuren ebenso vehement wie sicher aufs Papier setzte. In der Vereinfachung der Konturlinien und Schraffuren wie auch in der Geschwindigkeit des Notierens ist das Blatt ein typisches Beispiel für den deutschen Expressionismus.

Albrecht Dürer, Bildnis des Kaspar Nützel, 1517, Kohle, 334 x 276 mm
Niederländisch/Flämisch, Kopf eines älteren Mannes, (2. Hälfte 15. Jahrhundert), Silberstift, 134 x 106 mm
Carl Philipp Fohr, Mädchenkopf, um 1817, Bleistift, 198 x 244 mm

Carl Philipp Fohr

Mädchenkopf

Fohr zählte zu den deutschen Künstlern, die am Beginn ihrer Laufbahn nach Rom reisten. Er schloss sich dem Freundeskreis der so genannten Nazarener an. Obwohl er ganz jung und tragisch verstarb, er ertrank beim Schwimmen im Tiber, hinterließ er ein reiches zeichnerisches Werk, das sich in den sorgfältiger durchgearbeiteten Blättern durch einen sachlich-präzisen Strich auszeichnet. Hier studierte er mit spitzestem Bleistift eine junge Römerin, deren Haartracht und Kopfputz ihn ebenso faszinierten wie die ebenmäßig schönen Züge, deren Name jedoch nicht überliefert ist.

Johann Friedrich Overbeck, Vittoria Caldoni, 1820/21, Schwarze und weiße Kreide, 251 x 231 mm

Johann Friedrich Overbeck

Vittoria Caldoni

Vittoria Caldoni, eine Bauerstochter aus der Gegend von Rom, war ein beliebtes Modell im Kreise der jungen deutschen Künstler, die in den 1810er und 1820er Jahren nach Italien kamen, um die Kunst der Renaissance zu studieren. Overbeck verwendete ihre Gestalt nicht nur in einer Reihe seiner religiösen Bilder, er widmet ihr auch ein Portraitgemälde, das König Ludwig I. von Bayern erwarb und das sich heute in der Neuen Pinakothek in München befindet.